1. Ein kleiner Reihenhausgarten

2. Ein Dachgarten

3. Selbstbauprojekt zweier benachbarter Familien

4. Wildstaudenlehrpfad vor dem Rathaus in Neunkirchen

5. Naturerlebnisschulhof der KGS Ittenbach

6. Das Wohnprojekt FamilienGartenHaus in Köln

Auszug einer Referenzliste mit weiteren Projekten



Referenzobjekte

1. Ein kleiner Reihenhausgarten

vorherDieser kleine Reihenhausgarten (82,5 qm) ist nach Südosten ausgerichtet. Er hat trotzdem viel Schatten, weil im Südwesten eine Fachwerkscheune steht. Vor der Scheune befindet sich eine Rankhilfe aus starken Vierkanthölzern. Der Garten war konventionell angelegt mit einer Terrasse aus Betonplatten, einem Rasenviereck und einer umlaufenden Rabatte mit vielen immergrünen Gehölzen. Den hinteren Abschluss bildete eine Bambuspflanzung. Hauptanlass für die Umgestaltung war die Unzufriedenheit der Besitzerin mit dem langweiligen Aussehen, vor allem im Winter. Von den Sitzplätzen im Haus fiel der Blick hauptsächlich auf das grüne Nichts der Rasenfläche.


Die Wünsche der Besitzerin:

  • Ein das ganze Jahr über attraktiver Garten

  • Mehr Sichtschutz zum Nachbargrundstück, vor allem zu einem dort neu errichteten Gartenhaus

  • Vorhandene Bepflanzung erhalten

  • Vorhandene Materialien weiterverwenden

  • Keine aufwändigen Betonierarbeiten

  • Mit Neupflanzungen Lebensräume für Tiere schaffen, deshalb einheimische Pflanzen verwenden

  • Der Garten soll ohne viel Aufwand zu pflegen sein


Das Konzept der Umgestaltung:

  • BeratungsskizzeErsetzen des Rasens durch ein ruhiges und gleichzeitig spannungsvolles Bild, das das ganze Jahr über wirkt.

  • Anlage eines zweiten Sitzplatzes im hintern Gartenteil.

  • Großzügigkeit entsteht durch die Auflösung der Trennung von Sitzplätzen-Garten-Pflanzflächen. Wegen der Nähe zum Rhein wurde bunter Rheinkies in den Körnungen 4/8 (hinterer Sitzplatz) und 8/16 (vorderer Sitzplatz und Meditationsgarten in der Mitte), 0/32 (Pflanzflächen am vorderen Sitzplatz) gewählt. Um den vorderen Sitzplatz herum werden Pflanzen der Trocken-
    standorte, die Halbschatten vertragen, gepflanzt. Die Sitzplätze sind fachgerecht gebaut als wassergebundene Wegedecke mit einer Oberflächenveredelung aus Kies. Hier versinken weder Mobiliar noch die Nutzer. Gesteckte Stahlborde verhindern das Einschlämmen von Erde aus den Rabatten in die Kiesfläche.

  • Spannung entsteht durch einen Weg aus ehemaligen Terrassenplatten zwischen den beiden Sitzplätzen.

  • AusführungsplanVon der Besitzerin selber geflochtene Paravents aus Weide schaffen den Sichtschutz. Sie befinden sich direkt an den Sitzplätzen und müssen deshalb nicht so hoch sein. Sie dienen schwach wachsenden Rankpflanzen als Kletterhilfe.

  • Zwischen den Paravents nehmen Kanthölzer, die als ebenfalls als Rankhilfen dienen, die Kanthölzer vor der Fachwerkscheune wieder auf.

  • Die künstlerisch tätige Besitzerin kann im mittleren Teil des Gartens auf dem Grundstück gefundene, größere Steine, aber auch selbst geschaffenen Objekte aufstellen, zum Beispiel eine Vogeltränke dienende Natursteinschale.

  • fertiggestellter ReihenhausgartenDer Garten wird durch einige optische Tricks vergrößert: Die Rundhölzer für die Paravents sind hinten niedriger als vorne, die Felder kleiner; der Belag ist hinten feinkörniger; die Abstände zwischen den Trittplatten werden leicht verringert.



2. Ein Dachgarten

Im Rahmen der Fassadensanierung eines IndustriegebAusgangssituationwerden. Der Dachgarten war mit Waschbetonplatten belegt, am Rand befanden sich einige Pfanztröge aus Holz. Der neue Dachgarten sollte folgende Anforderungen erfüllen:

  • Wintergarten und Garten werde bei geöffneten Türen als Einheit erlebt.

  • Die umlaufende Ballustrade wird von den Pflanzen verdeckt, die Sicht in grüne Landschaftsteile bleibt aber erhalten.

  • Es gibt viel Platz zum Sitzen und Entspannen.

  • Der Übergang von der Terrassenfläche zu den Pflanzflächen ist gleitend.

  • Der Garten ist das ganze Jahr über attraktiv und erfordert wenig Pflegearbeiten.Objekt nach der Fertigstellung


Im Vergleich zu der dunklen, durch Auswaschungen aus den mit normaler Blumenerde gefüllten Pflanzkästen immer leicht verschmutzten Terrassenfläche ist nun ein heller großzügiger Dachgarten entstanden:

  • Wintergarten und Terrassenfläche sind mit Korzelius-Fliesen (40x40) belegt, auf der Terrassenfläche als selbst tragende Fliese auf Stelzlagern, im Wintergarten in normaler Ausführung im Mörtelbett.

  • Eine diagonale Verlegung bindet Wintergarten und Terrassenfläche zusammen und lässt den gesamten Dachgarten größer erscheinen.

  • Auch die nur langsam ansteigenden Pflanzflächen vergrößern den Raum optisch.

  • Ein Wasserspiel (flowform des Atelier Dreiseitl, Überlingen) ist faszinierend anzuschauen, denn in dieser Schale schwingt das Wasser rechtwinklig zu eigentlichen Fließrichtung. Das Geräusch des fließenden Wassers wirkt entspannend.

  • Die Pflanzflächen bestehen aus setzungsstabilem Dachgartensubstrat auf Zeolith-Basis im Einschichtaufbau. Die Flächen können problemlos begangen werden, zum Beispiel zum Reinigen der Windschutzverglasung.

  • Die Bepflanzung aus einheimischen Wildpflanzen ist an Trockenstandorte angepasst und braucht weder gegossen noch geschnitten zu werden.

  • Immergrüne Gehölze, vor allem Buchs und Bärentraube, sowie wintergrüne Gräser machen die Bepflanzung auch im Winter attraktiv
erste Ideenskizze Entwurf

3. Selbstbauprojekt zweier benachbarter Familien

vorherTypische Situation nach einem Neubau: Auf dem Grundstück wird Mutterboden aufgefahren, planiert und dann stellt sich für die Gartenbesitzer die Frage: was tun mit diesen ca 100 qm „Garten“? Für zwei Familien in einem Neubaugebiet am Rhein steht nach dem Besuch von Vorträgen und der Lektüre von Naturgartenbüchern fest: es soll ein Naturerlebnisgarten werden. Die Anforderungen an diese beiden Gärten:

  • Vielfältiges Naturerlebnis durch Anpflanzen einheimischer Pflanzen

  • Versickerungsoffene Wegeflächen

  • Der Garten wird von den Kunden in Eigenarbeit erstellt.Beratungsskizze

  • Die beiden Gärten sollen zwei getrennte Räume sein, zwanglose Besuche aber möglich bleiben. Blickdichtigkeit ist zwischen den beiden Nachbargärten nicht nötig.

  • Zu den umgebenden Grundstücken wird Sichtschutz gewünscht.

  • Eine Familie wünscht sich eine Spielgrube für die kleinen Kinder, die andere ein Gehege für die Meerschweinchen der älteren Kinder.

  • Beide Familien wollen etwas Gemüse und Kräuter anbauen.

  • Beide Familien wünschen neben der Terrasse einen weiteren Sitzplatz.

  • Der Garten soll pflegeleicht sein.


Bei der Gartenberatung entstehen Skizzen des Gestaltungskonzepts. Nach diesen Skizzen werden nun die Gärten von den Kunden selber gebaut. Ein Pflanzplan wird in die Beratungsskizze hineingezeichnet Im Einzelnen entstehen:

  • PflanzplanUmlaufend um beide Grundstücke eine freiwachsende Naturhecke mit zahlreichen Wildrosen

  • Terrassen aus Grauwackepolygonalplatten mit eingesäten Fugen (Wildkräuter wie Thymian, rundblättrige Glockenblume und Heidenelke). Diese Terrassen wurden allerdings von einer Fachfirma erstellt.

  • Gemüsebeete an den sonnigen Terrassen als Hochbeete umfasst von Grauwacketrockenmauern

  • In einem Garten ein Kräuterbeet, dem ähnlich wie bei einer Kräuterspirale ein Sumpfbeet vorgelagert ist. Auch dieser Kräuterhügel ist von Grauwacketrockenmauern eingefasst.

  • Zwischen den beiden Grundstücken eine doppelhäuptige Trockenmauer, in die auf der einen Seite eine Sitzbank an der Spielgrube für die Kinder integriert ist. In dem anderen Garten wird das Meerschweinchengehege, umfasst von einer niedrigen Trockenmauer, angebaut.Die Trockenmauer im Bau

  • Das Trockenmauerprojekt wird nach einigen Beratungsstunden von beiden Familien gemeinsam errichtet. Hier werden zahlreiche Wildstauden und Wildgehölze der Trockenstandorte gepflanzt.

  • In dem einen Grundstück wird Blumenrasen gesät, in dem anderen eine Kalkschotterfläche mit Wildstauden und Wildgehölzen gestaltet, im hintern Bereich ist die Schotterfläche als schattiger Sitzplatz zu nutzen.

  • Die Stellplätze werden als Blumenschotterrasen angelegt, zwischen den beiden Einfahrten wird ein gemeinsamer Hausbaum gepflanzt.

  • Im schattigen Vorgarten wachsen Waldstauden, ein großer Baumstamm bildet die Abgrenzung zur Einfahrt/Stellplatz, er ist Spielgerät für die Kinder (vor den Häusern verläuft eine Spielstraße) und gleichzeitig Totholzbiotop.



Skizze4. Wildstaudenlehrpfad vor dem Rathaus in Neunkirchen

Beim Umbau des Rathauses in Neunkirchen, Rhein-Sieg-Kreis ergaben sich durch den Behindertenaufgang einige schmale Beete. Statt diese mit konventionellen Bodendeckern zu bepflanzen wurde ein Wildstaudenlehrpfad angelegt der einheimische Wildstauden und Wildgehölze zeigt. Hier können Sie die Wildpflanzen des Lehrpfades betrachten.

5. Naturerlebnisschulhof der KGS Ittenbach

Die Katholische Grundschule Ittenbach ist eine "Dorfschule" im besten Sinne. Hinter dem alten Schulhaus, das jetzt von der Offenen Ganztagsschule genutzt wird, direkt im Zentrum neben der Kirche gelegen, gehört der Schulhof zu den zentralen Treffpunkten im Ort. Jugendliche und Kinder nutzen ihn auch außerhalb der Schulzeit, manchmal dient er als Festplatz. Weil Wohnbebauung direkt angrenzt, kommt es zu Konflikten mit dem Ruhebedürfnis der Anwohnenden.

Schon seit längerer Zeit war eine Umgestaltung geplant. Vor dem Planungsprozess bestand der Schulhof hauptsächlich aus einem asphaltierten Platz, der für Ballspiele und zum Rennen genutzt wurde. Auf dem angrenzenden ehemaligen Spielgelände eines Kindergartens befanden sich auf einer Sandfläche einige Spielgeräte, die teilweise aus Sicherheitsgründen entfernt werden mussten, teilweise immer wieder durch Vandalismus beschädigt wurden. Der Bau von Stellplätzen auf einem Teil des Geländes führte zum Abbau von Sitzgelegenheiten.

Der Schulleitung und dem rührige Förderverein ist es gelungen, das Projekt Schulhofumgestaltung von Anfang an zu einem Projekt des ganzen Dorfes zu machen und großzügige Sponsoren zu finden.

Die Umgestaltung wurde nach dem Dillinger Modell geplant und umgesetzt. Im Frühjahr 2007 wurde der erste Bauabschnitt erstellt, im Herbst soll der 2. Bauabschnitt folgen.

Die Modelle der Klassen waren ausgesprochen phantasiereich. Das Thema des Naturerlebnisschulhofs ist das Siebengebirge, in dem, der Sage nach Drachen leben. Die Auswertung der Modelle führte zu einem Visionsmodell und einem Plan der folgende Elemente vorsieht:






  • Ballfangnetze und Aufhügelungen rund um den Fußballplatz sollen die Lärmbelastung durch die Anwohner vermindern.

  • Eine großflächige Entsiegelung ermöglicht begrünte Spielflächen. Weil auf diesen Flächen an heißen Tagen Wasser verdunstet, wird der Schulhof im Sommer nicht mehr so heiß.

  • Vielfältige Einsaaten und Pflanzungen von einheimischen Gehölzen und Stauden bringen Farbe und Naturerlebnis auf den Schulhof.

  • Ein Spielgelände mit "7 Bergen" bietet vielfältige Spielmöglichkeiten mit Treppen, Burgen, Hangrost und Balancierstrecke.

  • Drei Drachen bewohnen den Schulhof: Ein begrüßender Drache am Zugang vom Dorfplatz, ein Lindwurm, der den Spielbereich von den Nutzpflanzenhochbeeten abtrennt, und ein Drache, der sich durch den Berg wühlt- die Kriechröhre.

  • Sitzbänke und ein Atrium aus Trockenmauern bilden Räume zum Ausruhen und Unterhalten.

  • Ein Weidenlabyrinth lädt zum Verstecken ein.

  • Ein Wasserspielgelände und ein Fußfühlpfad ermöglicht Sinneserfahrungen mit den Füßen, der Wunsch, mit den Füßen über interessanten und weichen Grund laufen zu können, tauchte besonders oft in den Traumschulhofmodellen der Klassen auf.

  • Der Baubereich bietet Naturmaterialien zum kreativen Gestalten




    6. Nutzergesteuerte Planung für ein Wohnprojekt:
    Das FamilienGartenHaus in Köln

    Mit Kindern natürlich leben im Familiengartenhaus-das ist das Motto eines Wohnprojektes in Köln Niehl. Mit Kindern in der Stadt leben das bedeuted kurze Wege und die Freiheit, das Auto nicht benutzen zu müssen. Im Familiengartenhaus soll trotzdem Naturnähe möglich sein: die Kinder sollen sich zwanglos mit anderen Kindern im Garten treffen können, nachbarschaftliche Gemeinschaft und Hilfe gehören zum Ziel und Zweck eines Wohnprojektes. Deshalb findet sich die Gruppe schon vor der Bauphase zu gemeinsamen Planungen zusammen. Auch der Garten soll gemeinsam geplant werden.Das Dillinger Modell hat sich auch in dieser Gruppe bewährt. Der Bau von Modellen ist für alle Altersgruppen gleichermaßen eine spannende Herausforderung, die Erwachsenen bauen genauso begeistert wie die Kinder. Die Garten AG übernimmt die Auswertung der Modelle und entscheidet über die weitere Planung. Bei der Gestaltung des Gartens packen dann alle mit an.Folgende Elemente werden im Naturerlebnisgarten des FamilienGartenHauses gebaut: 
    • Trockenmauern fangen die Geländesprünge der Privatgärten zur Gemeinschaftsfläche ab.
    • Die Bank auf dem Blumenrasen unterm Apfelbaum läd ein zum Ausruhen nach getaner Arbeit
    • Ein Natursteinmäander in Kombination mit einer Wildstaudenpflanzung und  -einsaat macht aus der für die Feuerwehr notwendigen Rasengitterfläche eine Spielfläche und ein Blumenbeet.
    • Duftpflanzen an einem barrierefreien Weg in den Garten erfreuen alle Bewohner, auch solche mit Einschränkungen des Sehvermögens.
    • Ein Spielberg mit Kriechtunnel, Wasserspielbereich, Schaukel, Rutsche, Burg, Sitzatrium (aus Trockenmauerwerk) und Kräuterbeet bietet zahlreiche Bewegungsmöglichkeiten.
    • Barbies Zauberwald - im Modell der Gruppe der jüngsten Mädchen ganz in Rosa - wird aus Purpurweiden gepflanzt und lädt ein zum Verstecken und Höhlenbauen, im Zauberwald gibt es eine Hütte, eine Matschgrube und einen Weidengang.
    • Der Nutzgarten wird von einer der Familien betreut, alle Kinder dürfen hier unter Anleitung mithelfen.
    • Eine Bolzwiese ermöglicht Ballspiele.
    • In der Wildfruchthecke dürfen die Kinder naschen.

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